Der Haplotank und seine Alternativen

Der Haplotank:
Ein Haplotank, ist ein hohes Terrarium, mit öffnung/Zugriff von oben oder sehr hohem Steg und Schiebe oder Fallscheibe vorne.
Nicht nur die Lüftung an der oberen Rückwandkante bzw. der Front oder dem Deckel ist vorhanden, auch am Boden des Tanks sind Löcher,
Lochblech oder Gaze angebracht um als Abfluss zu dienen, wenn der Haplotank, gegossen, geflutet oder getränkt wird.
Der komplette Haplotank wird bis unter den Deckel mit Erde gefüllt, ein Loch vorgestochen und das Tier eingesetzt.
Eine Beleuchtung des Haplotanks ist unnötig, da die unterirdisch lebenden Tiere unter der Erde keinen Nutzen davon
ziehen.
Haplotanks sind aber nur eine von drei hier aufgeführten Möglichkeiten, unterirdisch lebenden Tieren bzw. Röhrenbewohnern
ein artgerechtes Terrarium zu bieten.


Selbstbau-Haplotank:
Für unseren Eigenbau, nehmen wir runde Haribo™ Dosen und bohren mit einem Hochfrequenzbohrer (Drehmel) ohne zu viel Druck
auszuüben, ringsherum ca. 5mm vom Boden nach oben gemessen, Löcher in die Seitenwände.
Auch direkt in den Boden werden Löcher gebohrt.
Der Deckel wird ebenso mit Löchern versehen, wir haben 5mm Bohrer verwendet.
Für die Löcher in Boden und Deckel, kann die Dose bzw. der Deckel auf ein Stück Bohrholz gelegt werden, damit der Druck keine Sprünge
in Boden bzw. Deckel hervorruft.
Sind die Löcher in der Dose und von jedem Grat und Plastikrest befreit, kann die Dose mit Walderde befüllt werden.
Die Erde wird gut fest gedrückt und gewässert. Nach der letzten Schicht Erde, wird alles noch einmal fest gedrückt.
Nun kann man ein Loch vorstechen, dies kann man mit einem Löffel, Holzstab oder mit den Fingern machen.
Wir empfehlen, auf die oberste Schicht Erde, Moos zu legen und das vorgestochene Loch aus zu sparen.
Nun kann die Spinne einziehen und das vorgestochene Loch beziehen.

Wie bei den anderen Varianten, kann es hin und wieder vorkommen, das die Spinne das Loch nicht annimmt und sich selbst eine Röhre gräbt.



Das Aufschütt- und Anhäufverfahren(AuSchü/AnHäu):
Hierfür kann jedes handelsübliche Terrarium/Aquarium verwendet werden.
Es wird lediglich stark lehmhaltige Erde benötigt. Diese wird in das Terrarium gefüllt und bis unter den Deckel aufgeschüttet.
Nun wird alles so angedrück und angehäuft, das sich die Erde wie ein Hügel von der oberen Stegkante bis zur hinteren Deckelinnenkante, zieht.
Es bleibt noch ca. 1/4 des Terrariums frei für Bepflanzung oder andersweitige "Dekoration".
Auch hier kann ein Loch vorgestochen werden, bzw. bereits vor dem Aufschütten, ein flexibler/formbarer Ballon eingebracht werden und in Form des Ganges/der Röhre gelegt werden. Nach dem Aufschütten und Andrücken, kann der Ballon mit einer Nadel zum Platzen gebracht werden und die
Reste vorsichtig aus der geformten Röhre gezogen werden.
Am besten geeignet sind hierfür Terrarien mit hoher Steghöhe und Doppellüftung, wobei die Deckellüftung in der Mitte angebracht sein sollte.
Die Frontlüftung dient als überlauf/Abfluss für überschüssiges Wasser.
Zum Gießen, Fluten oder Tränken, sollte das Terrarium in die Badewanne gestellt werden.



MfG
Micha